Die Internetportale des GD Holz

Mit einem Klick zum richtigen Thema

08.07.2026rss_feed

Zimmerer- und Holzbaugewerbe weiterhin stabil – Holzbau Deutschland präsentiert Lagebericht 2026

Holzbau Deutschland hat den Lagebericht 2026 mit Zahlen und Einschätzungen zur Markt- und Konjunkturentwicklung im Zimmerer- und Holzbaugewerbe veröffentlicht.


Im Geschäftsjahr 2025 zeigte sich das Zimmerer- und Holzbaugewerbe weiterhin stabil. Die Zahl der tätigen Personen erhöhte sich geringfügig auf 74.957, während die Zahl der Betriebe leicht zurückging auf 12.033. Zimmereibetriebe erwirtschafteten einen Umsatzzuwachs von 2,9 % und erzielten damit 10,242 Milliarden Euro im Jahr 2025.

Der Anteil der genehmigten Gebäude, bei denen überwiegend Holz verbaut wurde, ist beim Wohnungsneubau auf einen neuen Höchststand von 24,4 Prozent gestiegen und bleibt auch beim Nichtwohnbau auf einem hohen Niveau. Dass eine Ausbildung im Zimmererhandwerk weiterhin attraktiv ist, das belegen die gestiegenen Ausbildungszahlen aus dem Jahr 2025. Auch der Frauenanteil bei den Auszubildenden im Zimmererhandwerk steigt weiter kontinuierlich an.


Entwicklung im Holzbau

  • Wohnbau: 2025 wurden 24,4 % (2024: 24,1 %) der genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise errichtet, ein neuer Höchststand.
  • Nichtwohngebäude: Der Anteil des Holzbaus am Neubau von Nichtwohngebäuden ist leicht auf 24,9 % gesunken (Vj. 25,4 %).
  • Bestandsbau: Im Bereich Modernisierung und Sanierung gewinnt die Vorfertigung von Bauteilen zunehmend an Bedeutung.

Herausforderungen und Chancen

  • Materialkosten: Die Preise für Holz und andere Baustoffe sind gestiegen, was sich auf die Gesamtkosten auswirken kann.
  • Genehmigungsverfahren: Langwierige und komplizierte Genehmigungsverfahren stellen eine Hürde für den Holzbau dar.
  • Fachkräftemangel: Es fehlt an qualifiziertem Personal, sowohl bei Facharbeitern als auch in Führungspositionen.
  • Digitalisierung: Die Digitalisierung von Prozessen kann zu mehr Effizienz im Holzbau führen, erfordert aber auch Investitionen.

 


Die häufigsten Erfolgshindernisse

  • Langwierige/bürokratische Genehmigungsverfahren
  • Unzureichende Planung durch Auftraggeber
  • Schlechte Witterung
  • Arbeitskräftemangel/Auftragsmangel
  • Konkurrenz durch Montagebetriebe, Hausmeisterservice und dergleichen

Fazit

Der Holzbau in Deutschland hat sich 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen behauptet und konnte Marktanteile leicht ausbauen, bzw. halten. Allerdings stehen die Unternehmen vor Herausforderungen, die angegangen werden müssen, um das volle Potenzial des Holzbaus auszuschöpfen.

Wie sich die Holzbauquoten bei Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden im Detail entwickelt haben, können Sie direkt im Lagebericht 2026 von Holzbau Deutschland nachlesen (siehe Link).

 


Foto: © Holzbau Deutschland

Foto: © Holzbau Deutschland