Wettbewerbsfähigkeit, Wohnungsbau und Bioökonomie: Holzwirtschaft setzt europäische Agenda
Die europäische Holzwirtschaft positioniert sich derzeit klar zu den zentralen politischen Themen in Brüssel: Wettbewerbsfähigkeit, bezahlbarer Wohnungsbau und die Weiterentwicklung der Bioökonomie stehen ganz oben auf der Agenda. Dies wurde auf den jüngsten Generalversammlungen der European Confederation of Woodworking Industries (CEI-Bois) und der European Organisation of the Sawmill Industry (EOS) deutlich.
Ein zentrales Thema bleibt die Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), in deren Umsetzung der GD Holz bereits wesentliche Erleichterungen für die Holzhändler erreicht hat. Gemeinsam mit weiteren europäischen Branchenverbänden fordert CEI-Bois Nachbesserungen beim Informationssystem der Verordnung. Die Holzwirtschaft unterstützt zwar die Zielsetzung der EUDR, sieht jedoch wie der GD Holz weiterhin erheblichen Handlungsbedarf, damit insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen die Vorgaben praktikabel umsetzen können.
Auch die neue Bauproduktenverordnung (CPR) sowie die europäische Wohnungsbaupolitik stehen im Fokus. Mit ihrem Engagement in der European Housing Alliance und der EU-Taskforce für serielles und modulares Bauen bringt die Holzwirtschaft ihre Expertise für schnelles, nachhaltiges und bezahlbares Bauen ein. Holz als klimafreundlicher Baustoff kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der europäischen Wohnungskrise leisten.
Darüber hinaus setzt sich die Branche dafür ein, dass Holz und Holzprodukte im Rahmen des geplanten Circular Economy Act sowie der europäischen Bioökonomiestrategie stärker berücksichtigt werden. Ziel ist es, die stoffliche Nutzung von Holz zu stärken, langlebige Holzanwendungen zu fördern und zusätzliche bürokratische Belastungen zu vermeiden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die europäische Klimapolitik. Im Zuge der Diskussionen zur Weiterentwicklung der LULUCF-Verordnung fordert die Holzwirtschaft, die Klimawirkung langlebiger Holzprodukte künftig stärker in der europäischen Klimabilanz anzuerkennen. Auch hier wird GD Holz die Interessen der deutschen Unternehmen weiterhin aktiv gegenüber den europäischen Entscheidungsträgern vertreten.
Als Interessenvertreter der deutschen Holzwirtschaft begleitet GD Holz diese Entwicklungen auf europäischer Ebene eng und setzt sich auch über den ETTF für den Holzhandel ein.
Weitere Informationen finden Sie im aktuellen EU Advocacy Focus von CEI-Bois und EOS: https://cei-bois.org/so/29Pz20wRm?languageTag=en&cid=4b553b5a-2618-49ef-964d-076dc4d526ce . (tl)

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