Unternehmensinsolvenzen im Juli um acht Prozent gestiegen
Die Unternehmensinsolvenzen nehmen weiter zu. Das Baugewerbe als wichtige Abnehmerbranche des Holzhandels ist überdurchschnittlich betroffen.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes registrierten die Amtsgerichte im Juli 2026 insgesamt 2.373 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das entspricht einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahlen wurden am 9. Oktober veröffentlicht.
Auch für die ersten sieben Monate fällt die Bilanz höher aus als im Vorjahr: Von Januar bis Juli 2026 wurden 15.185 Fälle erfasst, ein Plus von 6,9 Prozent. Gleichzeitig sanken die damit verbundenen Gläubigerforderungen von rund 31,8 auf 21,9 Milliarden Euro. Nach Angaben von Destatis hatten im Vorjahreszeitraum mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt.
Für den Holzhandel ist insbesondere die Entwicklung im Baugewerbe von Interesse. Dort kamen von Januar bis Juli auf 10.000 Unternehmen rund 63 Insolvenzen. Der Durchschnitt aller Wirtschaftsbereiche lag bei rund 43 Fällen. Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichneten Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Gastgewerbe und dem Baugewerbe.
Die Statistik erfasst Insolvenzanträge erst nach einer ersten gerichtlichen Entscheidung. Der tatsächliche Antrag liegt häufig annähernd drei Monate zurück. Die veröffentlichten Zahlen bilden daher nicht unmittelbar die Situation im Oktober ab.
Für Holzhandelsunternehmen bleibt die Entwicklung bei ihren gewerblichen Kunden relevant: Wenn Zahlungen ausbleiben, kann dies auch die eigene Zahlungsfähigkeit belasten. Ein regelmäßiger Blick auf offene Rechnungen und ein frühzeitiger Austausch mit Kunden bleiben deshalb sinnvoll. (js)

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