Umsätze im Juni 26 im Holzhandel um 17 % gestiegen
Damit liegen die Umsätze im Juni sehr deutlich über den bisherigen Monaten des Jahres, zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Juni 2026 zwei Arbeitstage mehr hatte als der Vergleichsmonat 2025. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass es in einigen Sortimentsbereichen Preisanhebungen gegeben hat.
Besonders stark gestiegen sind die Umsätze im Berichtsmonat bei Holzwerkstoffen mit +20 %, den gleichen Wert erreichen Fußböden, Bauelemente sind um 17 % gestiegen und Gartenholz immerhin noch um 12 %. Einen schwächeren Umsatzzuwachs erreichen Schnittholz und Hobelwaren. Aufgrund der Basispreiseffekte scheint der Juni ein Ausreißer nach oben zu sein, kumuliert ergibt sich für das 1. Halbjahr immer noch ein Zuwachs von 6 %. Die am Betriebsvergleich beteiligten Unternehmen erwarten aber nicht, dass die Bäume in den Himmel wachsen, die Einschätzung für die Umsatzentwicklung in den kommenden drei Monaten ist sehr verhalten.
Dreiviertel der befragten Unternehmen rechnen mit gleichbleibenden oder rückläufigen Umsätzen und nur knapp 25 % erwarten weiter steigende Umsätze. Trotz der scheinbar sehr guten Entwicklung im Juni, bleibt die Gesamtsituation verhalten, die Nachfrage ist auch nach Aussage vieler Händler weiterhin unbefriedigend, ein Grund dafür dürfte die große Verunsicherung der weiteren politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland und darüber hinaus sein. Die Ausgaben für Infrastrukturprojekte des Bundes können aber zumindest bei öffentlichen Bauten für einige Impulse sorgen. (gb)

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