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12.08.2026rss_feed

Produzentenmärkte in Zentralafrika auf Erholungskurs

Nach mehreren Monaten, die von einer Abschwächung der Konjunktur geprägt waren, deuten die jüngsten Analysen der Internationalen Tropenholzorganisation (ITTO) auf eine allmähliche Verbesserung der Lage in Zentralafrika hin.


Auch wenn die Märkte weiterhin zurückhaltend sind und einige Herausforderungen bestehen bleiben, verbessern sich die Aussichten für den Sektor nun langsam, aber stetig.


In der neuesten Ausgabe des Tropical Timber Market Report stellt die ITTO fest, dass sich die Holzproduktion in den zentralafrikanischen Ländern auf etwa 70 % ihres üblichen Niveaus erholt hat. Dennoch bleiben Teile der Verarbeitungskapazitäten weiterhin ungenutzt, insbesondere in Sägewerken, die von chinesischen Unternehmen betrieben werden. Die ITTO stellt fest, dass internationale Märkte in dieser Sommerperiode ruhig sind, mehrere Anzeichen deuten nun auf eine allmähliche Erholung der Nachfrage hin.

In Gabun erleichtert die Trockenzeit die Wiederaufnahme der Holzeinschlagarbeiten und verbessert die Transportbedingungen. Chinesische Käufer kehren allmählich auf den Markt zurück und stützen sowohl Nachfrage als auch Produktion der in der EU genutzten Qualitäten. Auch Vietnam bekräftigt sein Interesse an Tali, Padauk und Niové, während Indien ebenfalls erneut Interesse zeigt. Gleichzeitig verstärken die Behörden in Gabun weiterhin administrative und steuerliche Kontrollen der Holzeinschlagkonzessionen.


In Kamerun verlangsamten jüngst heftige Regenfälle die Erntearbeiten, doch Exporte bleiben dank der stabilen Hafenlogistik in Douala und Kribi auf einem konstanten Niveau. Vietnam bleibt einer der wichtigsten asiatischen Märkte für Tali und Padouk, während die europäischen Märkte weiterhin selektiver vorgehen, insbesondere bei Holzarten, die den CITES-Bestimmungen unterliegen. Die ITTO hebt zudem die Verschärfung der Kontrollen zur Einhaltung der EUTR und EUDR in Europa hervor und verdeutlicht damit die wachsende Bedeutung der Rückverfolgbarkeit im internationalen Handel.

In der Republik Kongo bleibt die Produktion trotz der weiterhin verhaltenen weltweiten Nachfrage stabil. Die Exporte profitieren von der Dynamik der chinesischen und vietnamesischen Märkte sowie von der leistungsstarken Hafeninfrastruktur in Pointe-Noire, die die regionalen Handelsströme weiterhin unterstützt.


Die Entwicklungen belegen die Widerstandsfähigkeit des zentralafrikanischen Tropenholzsektors. Trotz eines nach wie vor schwierigen internationalen Umfelds setzen Produzenten ihre Aktivitäten fort und lassen sich bei Markterwartungen hinsichtlich Legalität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit nicht abhängen. Die Nachfrageerholung in Asien ist ein ermutigendes Zeichen für die kommenden Monate, wobei es insbesondere im Handel zwischen regulierten Märkten wie der EU und den afrikanischen Produzenten wichtig bleibt, Wettbewerbsfähigkeit und internationale Anerkennung von Tropenholz aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung zu stärken. Das Ende letzten Jahres abgeschlossene VPA zwischen Ghana und Europa setzt hier ein wichtiges Zeichen.


Foto: © KI-generiert

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