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20.08.2026rss_feed

Preissteigerungen bei Holzprodukten

Die Preise für Holz und Holzprodukte haben sich zuletzt deutlich stärker verteuert als viele andere Industriegüter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Erzeugerpreise für Holz und Holzwaren im Juni 2026 um 6,5 % über dem Vorjahresniveau.


Damit fiel der Preisanstieg in diesem Bereich deutlich stärker aus als bei den gewerblichen Erzeugerpreisen insgesamt, die gegenüber Juni 2025 um 1,8 % zulegten. Besonders ausgeprägt war die Entwicklung bei Nadelholz, das sich binnen Jahresfrist um 9,2 % verteuerte. Bei Laubholz betrug der Anstieg 2,6 %.


Auch bei wichtigen Sortimenten für den Baubereich zeigt sich der Preisanstieg. Bereits im Mai lagen die Erzeugerpreise für Dachlatten 11,8 %, für Bauschnittholz 11,4 % und für Konstruktionsvollholz 7,5 % über den jeweiligen Vorjahreswerten. Damit haben sich diese Holzprodukte binnen eines Jahres erheblich stärker verteuert als viele andere Baumaterialien. Besonders kräftig fiel zuletzt zudem die Preisentwicklung bei Holz zur energetischen Nutzung aus: Pellets, Briketts und Brennholz waren im Juni 28,5 % teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber Mai gingen deren Preise allerdings wieder um 2,6 % zurück.


Die aktuellen Steigerungen folgen dabei auf eine Phase, in der sich zahlreiche Holzprodukte nach den starken Preisausschlägen der Jahre 2021 und 2022 zunächst wieder verbilligt hatten. Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Preise für Dachlatten noch 14,1 % unter dem Niveau von 2021, Konstruktionsvollholz war 13,2 % günstiger und Bauschnittholz lag 1,2 % unter dem damaligen Niveau. Die jüngsten Zahlen zeigen nun, dass sich die Preisentwicklung bei Bauholz wieder gedreht hat und der Kostendruck bei wichtigen Holzsortimenten zunimmt. (fk)

 


Quelle: Destatis


Foto © Fotolia.com

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