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13.10.2026rss_feed

Landesregierung NRW setzt neue Schwerpunkte bei Rohholzversorgung und Holzbau

Nordrhein-Westfalen treibt derzeit zwei politisch relevante Vorhaben von besonderem Interesse voran: die Reform des Landesforstrechts und die geplante Gründung einer Koalition für den Holzbau. Beide Initiativen zielen darauf ab, die Versorgung mit Holz zu sichern und dessen Verwendung stärker zu fördern.


Landesforstgesetz soll weiterentwickelt werden

Die Landesregierung hat Anfang September einen Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des bisherigen Landesforstgesetzes vorgelegt. Künftig soll das Regelwerk stärker an den Herausforderungen des Klimawandels ausgerichtet werden. Im Mittelpunkt stehen die Unterstützung von Waldbesitzern bei Wiederbewaldung und Waldumbau, die Verbesserung von Beratungs- und Informationsangeboten sowie verschiedene Vereinfachungen im Verwaltungsvollzug. Zudem sollen digitale Verfahren ausgebaut werden. Nach Angaben der Landesregierung bilden die Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Waldstrategie die Grundlage für die Gesetzesänderung. Ziel ist es, die Wälder langfristig klimaresilient zu entwickeln und gleichzeitig ihre wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Funktionen zu sichern.

Auftakt für Koalition für den Holzbau

Parallel dazu bereitet das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRWs den ersten Holzbaugipfel Nordrhein-Westfalen vor. Die Veranstaltung am 6. November 2026 soll den Auftakt für die im Koalitionsvertrag angekündigte Koalition für den Holzbau bilden, bei der auch der GD Holz Dachverband DHWR sprechen wird. Die Initiative verfolgt das Ziel, die Holzbauquote in NRW zu erhöhen und Akteure aus Forstwirtschaft, Holzwirtschaft, Bauwirtschaft, Kommunen, Planung und Wissenschaft stärker zu vernetzen. Thematisiert werden sollen unter anderem mehrgeschossiger Wohnungsbau, serielle Bauweisen, Nachverdichtung sowie die Rolle des Holzbaus für Klimaschutz und Ressourceneffizienz.


 

 

Bemerkenswert ist dabei der ausdrückliche Bezug der Landesregierung auf regionale Wertschöpfung, Klimaschutz und den Ausbau des Holzbaus. Daraus könnten sich mittelfristig weitere politische Maßnahmen ergeben, etwa bei der öffentlichen Beschaffung, im Wohnungsbau oder im Bereich serieller Baukonzepte.

 

Nordrhein-Westfalen gehört aktuell zu den politisch aktivsten Bundesländern im Bereich Wald und Holz. Beide Vorhaben verdeutlichen, dass die Themen Waldumbau und Holzverwendung zunehmend zusammengedacht werden: Während die Reform des Landesforstrechts auf die zukünftige Stabilität und Leistungsfähigkeit der Wälder abzielt, soll die Holzbauinitiative neue Absatzmöglichkeiten für den nachwachsenden Rohstoff schaffen. Mit dem Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Landesforstgesetzes und dem Start einer landesweiten Holzbauinitiative setzt man in NRW innerhalb weniger Wochen gleich zwei wichtige Signale. Andere Bundesländer sollten dem folgen, denn dies eröffnet zusätzliche Marktchancen für den Holzhandel. (gb)


Foto © „KI-generiert“

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