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25.03.2026rss_feed

In Deutschland wird zu wenig investiert

Deutschland investiert derzeit so wenig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr, was zunehmend als ernstes strukturelles Problem für die heimische Wirtschaft gesehen wird. Besonders auffällig ist, dass die sogenannte Netto-Investitionsquote zuletzt sogar leicht negativ war.


Das bedeutet, dass insgesamt weniger in neue Anlagen, Infrastruktur und Kapitalstock investiert wird, als durch Abnutzung und Abschreibungen verloren geht. Anders gesagt: Die wirtschaftliche Substanz des Landes schrumpft.

Dieser Zustand ist kein kurzfristiger Ausreißer, sondern ein anhaltender Trend: Seit den 1990er-Jahren ist die Investitionsquote kontinuierlich gesunken. Während damals noch deutlich mehr in den Ausbau und die Modernisierung investiert wurde, hat sich das Niveau über die Jahrzehnte immer weiter verringert und ist inzwischen auf einem historischen Tiefpunkt angekommen.

Die Folgen zeigen sich zunehmend im Alltag und in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Viele Bereiche der öffentlichen Infrastruktur gelten als veraltet oder sanierungsbedürftig, etwa Straßen, Schulen oder digitale Netze.


Die Ursachen hierfür sind eine Mischung aus politischen, wirtschaftlichen und strukturellen Faktoren. Der Staat investiert seit Jahren zu wenig, was auch mit politischen Prioritäten und fiskalischen Regeln zusammenhängt. Gleichzeitig halten sich viele Unternehmen mit Investitionen zurück, unter anderem wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten, schwachem Wachstum und teils ungünstigen Standortbedingungen. Hinzu kommen langfristige Probleme wie Bürokratie, langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie insgesamt eine geringe Dynamik.

Investitionen sind eine zentrale Voraussetzung für Innovation, Produktivität und wirtschaftliches Wachstum. Beim dauerhaften Ausbleiben drohen Stagnation, Wettbewerbsnachteile und langfristig ein sinkender Wohlstand. Mit Material von ZEIT, Spiegel und Wirtschaftswoche. (NOP)


Foto © „KI-generiert“

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