GD Holz und Holzwirtschaft fordern politisches Signal: Bündnis zur Holzmobilisierung muss kommen
Beim Treffen mit Bundesminister Alois Rainer am 24. Februar 2026 im Bundeslandwirtschaftsministerium hat der GD Holz gemeinsam mit weiteren Mitgliedsverbänden der deutschen Holzwirtschaft die Gespräche über die Versorgung der heimischen Betriebe mit ausreichend Holz fortgesetzt.
Hintergrund ist, dass die deutsche Holzwirtschaft die Versorgungssicherheit mit Rohholz durch politische Hürden zunehmend gefährdet sieht. Im Gespräch mit Bundesminister Rainer machten die Verbandsvertreter deutlich, dass sowohl zusätzliche Naturschutzauflagen als auch europäische Regelungen – darunter die EU‑Wiederherstellungsverordnung – das Potenzial haben, die Verfügbarkeit von Holz weiter zu verringern. Auch Fördermaßnahmen der Agrarministerkonferenz (AMK) könnten zu weiteren Einschränkungen führen.
Der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) Jörn Kimmich erklärt: Wir brauchen ein ‚Bündnis zur Holzmobilisierung‘, in dem sich die relevanten Ministerien zur aktiven und nachhaltigen Waldbewirtschaftung bekennen.
Nachhaltig bewirtschaftete Wälder erhielten nicht nur Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland, sondern leisteten auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz – getrau der Verbändeinitiative Holz rettet Klima
. Dies wolle man in einem gemeinsamen Statement mit der Bundesregierung festhalten. Überdies sollten die LULUCF-Ziele für den Wald an die Empfehlungen des wissenschaftlichen Waldbeirates angepasst werden, da die Ziele allein aufgrund der Alterung des Waldes sowie des klimawandelbedingt notwendigen Umbaus der Wälder in dieser Höhe nicht realisierbar sind.
Der GD Holz unterstützt ausdrücklich den Vorschlag des DHWR, gemeinsam mit Bund und Ländern ein Bündnis zur Holzmobilisierung
zu initiieren. Ein solches Bündnis soll nicht nur Bestände stabilisieren und waldbauliche Maßnahmen koordinieren, sondern auch die Waldbesitzer – insbesondere im Kleinprivatwald – stärken. Denn ohne aktive Bewirtschaftung können geschädigte Bestände weder wiederhergestellt noch in klimastabile Mischwälder überführt werden.
Wir wollen und wir können zum Klimaschutz beitragen, aber dafür brauchen wir politischen Rückhalt. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder liefern nicht nur den dringend benötigten Rohstoff – sie sind auch ein unverzichtbarer Teil der Lösung. Ein Bündnis zur Holzmobilisierung wäre ein starkes Signal für die gesamte Wertschöpfungskette Hol
z, betont Thomas Goebel, Geschäftsführer GD Holz, nach dem Treffen.
Neben Bundesminister Alois Rainer waren auch fraktionsübergreifend die Bundestagsabgeordneten Isabel Mackensen‑Geis, Dr. Franziska Kersten und Hermann Färber dabei. (tg)

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