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04.02.2026rss_feed

EU-Kommission verhängt abschließende Anti-Dumping-Zölle auf brasilianisches Nadelsperrholz

Die Europäische Kommission hat im Rahmen eines laufenden Anti-Dumping-Verfahrens gegen Importe von Nadelsperrholz aus Brasilien Zollsätze erlassen. Damit reagiert die Kommission auf eine Beschwerde des Softwood Plywood Consortium vom Januar 2025 und die anschließende Untersuchung, die Hinweise auf Dumping-Praktiken und einen daraus resultierenden Schaden für die EU-Produzenten ergab. Mit den vorl. Sätzen beabsichtigt die Kommission, europäische Industrie vor unfairem Wettbewerb zu schützen.


Die vorläufigen Zölle gelten seit dem 5. November 2025 und betreffen Nadelsperrholz mit Ursprung in Brasilien, das unter dem CN-Code 4412 39 00 eingeordnet wird. Die nun festgelegten endgültigen AD-Zölle in der Höhe von 5,4 % für alle Exporteure entsprechen in der Höhe den zuvor festgelegten, vorläufigen Zöllen. Diese Maßnahme soll gewährleisten, dass weitere Schäden durch angeblich zu niedrig bepreiste brasilianische Importe vermieden werden.

Stellungnahmen zu dieser Offenlegung sollten innerhalb von 10 Tagen, also bis zum 13. Februar 2026, über das TRON-Webportal bei der Kommission eingehen. Zudem kann innerhalb von drei Tagen nach dem Datum der Offenlegung, also bis zum 06. Februar, eine Anhörung durch die Dienststellen der Kommission beantragt werden.

 


Berechnung:
Zukünftige Zollsätze sind additiv und errechnen sich wie folgt, insbesondere auch in Zusammenhang mit dem zollfreien Nadelsperrholzkontingent (softwood plywood quota) und Mercosur:

Die AD-Zölle sind unabhängig von Mercosur zu bewerten und das zollfreie Kontingent bleibt weiter bestehen. Solange auf das Kontingent gebucht werden kann (verbleibende Abrufmenge derzeit 317.000 m³), betragen die Zölle 0 % + 5,4 % ADZ.
Sobald die Quote ausgeschöpft ist, beläuft sich der reguläre Drittlandszollsatz auf 7 %, dann also 7 % + 5,4 % ADZ.
Das Handelsabkommen Mercosur kann den regulären Drittlandszollsatz von 7% auf einen geringeren Satz reduzieren, das klären wir derzeit und warten auf die Warenlisten des Abkommens. (nop)


Foto © Brasilien

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