Die Internetportale des GD Holz

Mit einem Klick zum richtigen Thema

09.09.2026rss_feed

CITES-Importe: Zunehmende Berichte über Importschwierigkeiten

In den vergangenen Monaten erreichen uns vermehrt Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Einfuhr von CITES-gelisteten Holzprodukten in die EU. Dabei scheint es zwischen den Mitgliedstaaten unterschiedliche Bewertungen zu geben, die in Summe oftmals Einfuhren erschweren und mitunter auch verunmöglichen.


Uns wurde berichtet, dass Importe bestimmter CITES-gelisteter Holzarten nach Italien gänzlich eingestellt wurden und in Belgien die Behörden offenbar Ausfuhrgenehmigungen des Lieferlands beanstanden, wenn die Holzart auf Gattungsebene (z. B. XY spp.) angegeben wurde. Aus den Niederlanden wird berichtet, dass Importe aus Südamerika auf Schwierigkeiten stoßen, weil die Scientific Review Group der EU (SRG) die von Peru zugrunde gelegten Erkenntnisse zu Wachstums- und Regenerationsraten bestimmter Baumarten kritisch bewertet.

Die Beispiele zeigen, dass CITES-Importeure mit unterschiedlich ausgelegten Anforderungen und zusätzlichen Nachweispflichten konfrontiert sein können. Für den GD Holz stellt sich daher die Frage, ob es sich hierbei um Einzelfälle handelt oder ob deutsche Importeure ähnliche Erfahrungen machen.


Wir bitten Sie daher höflich, uns kurz mitzuteilen, wie sich die aktuelle Einfuhr von CITES-gelisteten Holzarten darstellt. Die Rückmeldungen unter petersen@gdholz.de helfen uns, das Ausmaß der Problematik besser einzuschätzen und gegebenenfalls gegenüber den zuständigen Behörden anzusprechen.

Wichtig in der Berichterstattung über CITES ist der Hinweis, dass dieses Instrument des internationalen Artenschutzes auch dem Schutz des nachhaltigen Handels dient – erst ab einer Listung in Anhang I besteht ein Handelsverbot (außer zu wiss. Zwecken), Arten des Anhangs II und darunter dürfen und sollen gehandelt werden, weil hierfür nationale Schutzmechanismen der Exportländer greifen. (nop)


Foto © CITES

Foto © CITES