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20.05.2026rss_feed

Austausch in Düsseldorf: Holzwirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen in NRW

Im Dialog mit der nordrhein-westfälischen Landespolitik hat der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) zentrale Anliegen der Branche platziert. Bei einem Treffen in Düsseldorf tauschten sich Verbandsvertreter mit Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Bauministerin Ina Scharrenbach zu zentralen Herausforderungen und Zukunftsthemen der Branche aus.


Als Mitgliedsverband des DHWR bringt der GD Holz dabei die Perspektive des Holzhandels gezielt in die politische Diskussion ein. Gerade an der Schnittstelle zwischen Industrie, Handwerk und Bauwirtschaft kommt dem Handel eine Schlüsselrolle für funktionierende Lieferketten sowie die Versorgung mit dem nachhaltigem Rohstoff Holz zu.


Im Fokus des Gesprächs standen unter anderem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen. Dazu zählen insbesondere wettbewerbsfähige Energiepreise sowie tragfähige Alternativen zum geplanten Industriestrompreis, die für viele Betriebe von existenzieller Bedeutung sind.

Ein weiteres Anliegen des GD Holz ist die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im Markt. Vor allem im Online-Handel sieht der DHWR zunehmend Handlungsbedarf bei der Marktaufsicht, um gleiche Spielregeln für alle Anbieter zu gewährleisten.

Besonders wichtig ist dem GD Holz zudem eine verlässliche Rohstoffversorgung. Vor dem Hintergrund der Diskussion um einen möglichen Nationalpark Rothaarkamm warnt die Holzwirtschaft vor weiteren Einschränkungen der nachhaltigen Nutzung. Aus Sicht des GD Holz gilt es vielmehr, den klimaangepassten Waldumbau zu stärken, um Holz langfristig als klimafreundlichen Rohstoff verfügbar zu halten


Auch im Bausektor sieht der GD Holz große Potenziale für mehr Klimaschutz und Effizienz. Der Verband unterstützt daher Initiativen zur Förderung des seriellen und vorgefertigten Bauens mit Holz. Anpassungen in der Bauordnung sowie beim Gebäudetyp E können dazu beitragen, Planungs- und Bauprozesse zu vereinfachen und Kosten zu senken.

DHWR-Präsident Jörn Kimmich betonte die Schlüsselrolle des Landes: Mit der Bauordnung, dem Landes-Vergaberecht und der Marktaufsicht hat Düsseldorf viele Hebel in der Hand, um die heimische Möbelindustrie und das vorgefertigte Bauen mit Holz zu stärken. Klar ist auch: Ein weiterer Nationalpark in NRW schränkt die Verfügbarkeit des nachhaltigen und klimafreundlichen Rohstoffes Holz für die Gesellschaft ein. Es gilt, stattdessen den klimaangepassten Waldumbau voranzutreiben.

Der GD Holz wird sich weiterhin aktiv in die politischen Diskussionen auf Bundes- und Landesebene einbringen, um praxisnahe Lösungen für die Branche zu erreichen und die gesamte Wertschöpfungskette Holz zu stärken. (tl)


Foto: © DHWR

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