Aktuelle Stimmung in der Sägeindustrie
Die Nadelholzsäger beurteilen die aktuellen Geschäfte erneut deutlich schlechter. Im Laubholzbereich sieht die Situation geringfügig besser aus.
50 % der befragten Nadelholzsäger schätzen die aktuelle Lage als schlecht ein. Der Rest sieht derzeit nur eine ausreichende Lage. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate werden hingehend etwas differenzierter gesehen: Immerhin rechnen 10 % der Unternehmen mit besser laufenden Geschäften, 80 % gehen von einer Seitwärtsbewegung aus, 10 % blicken pessimistisch in die Zukunft.
30 % der Befragten gaben an, dass die Produktion konstant blieb, 70 % haben weniger produziert. Hinsichtlich der Nachfrage geben 50 % der Unternehmen eine stabile Situation an, die übrigen 50 % vermelden einen Nachfragerückgang. 60 % haben stabile Auftragsbestände, für die restlichen 40 % sind diese geschrumpft. Die durch die Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer wird derzeit auf gut einen Monat geschätzt.
Für die nächsten drei Monate gehen über 70 % der Befragten von Preissteigerungen aus, 30 % rechnen mit konstanten Preisen.
Bei den Laubholzsägern hat sich die Situation etwas verbessert: die Januar-Geschäftslage war etwas weniger schlecht als im Vormonat. Dennoch bewertet knapp die Hälfte die derzeitige Situation als schlecht, die übrigen Betriebe sehen sie als ausreichend an. Für das nächste halbe Jahr rechnen 80 % der Unternehmen mit einer Stabilisierung, 20 % hingegen mit einer Verschlechterung.
Die Produktion blieb bei zwei Dritteln der Unternehmen stabil, ein Drittel hat die Produktion reduziert. Für die Auftragsbestände zeichnet sich folgendes Bild ab: Die eine Hälfte der Befragten sieht eine schlechte Auftragssituation, die andere Hälfte schätzt diese als ausreichend ein. Bei den Laubholzsägern wird die durch Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer mit über 1,5 Monaten etwas länger eingeschätzt als bei den Nadelholzsägern.
75 % der Werke erwarten für das kommende Quartal gleichbleibende Preise, 20 % rechnen mit steigenden Preisen, 5 % mit Preisrückgängen.
(Quelle: Holzmarktinfo, ifo-Institut)
(js)

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